Sonntag, 1. August 2010

Drei Tage chillen, grillen, rocken!

Unter dem Motto stand jedenfalls die Jump Community Party 2010, auch bekannt als Ferro Festival in Ferropolis, der "Stadt aus Eisen" nähe Gräfenheinichen.
Ich war jedenfalls dort, vom 29.07. bis 01.08. und es war wahnsinnig toll. Ich glaub ein ausführlicher Bericht würde ungefähr Romanlänge erreichen, deswegen versuch ich mich kurz zu fassen.
Dazu sagen muss ich, dass es mein erstes Festival gewesen ist, und ich dementsprechend mit gemischen Erwartungen rangegangen bin. Das gute war, dass meine Begleitung VIP-Tickets ergattern konnte, sodass wir einen extra Zeltplatz hatten. Wir konnten mit dem Auto zum Zeltplatz fahren und zur Bühne hatten wirs 150 Meter.
Die "normalen" Festivalbesucher mussten vom Parkplatz zum Zeltplatz einen Kilometer laufen und vom Zelt zur Bühne auch nochmal drei. Und mussten das ganze Gepäck schleppen, nichts mit schnell mal zum Zelt fahren.



Das war die Aussicht von meinem Zelt aus. Direkt auf den See. Der Sonnenuntergang war wunderschön. Alles war dort wunderschön.



Das ist einer der 7 oder 8 Bagger, die auf dem Gelände standen. Ferropolis bedeutet ja soviel wie Stadt aus Eisen, und das liegt an den Baggern. Einfach nur eine wahnsinnig tolle Location, besonders in der Dämmerung wirken diese Teile gigantisch.



Der gleiche Bagger von der anderen Seite, von meinem Zelt aus.

Soviel erstmal dazu. Donnerstag abend gegen 21 Uhr waren wir dort, haben die Zelte also aufgebaut und noch was gegessen. Dann haben wir uns kurz das Gelände angeschaut und uns dann auch schon wieder schlafen gelegt. Meine erste Nacht im Zelt! Ich hb überraschend gut geschlafen und am Freitag war ich dann fit wie sonst was. Wir haben ordentlich vorgeglüht und kurz vor 16 Uhr haben wir uns zur Bühne begeben. Die Jump-Leute haben eröffnet und dann kam Maradona.
Die Jungs gingen richtig gut ab, und ich kannte sogar ein Lied von denen, ohne zu wissen, dass das die sind. xD Hier ist der Link zum Lied Feuerzeug. Außerdem haben sie die offizielle Ferro Festival-Hymne beigesteuert. Wir sehen uns in Ferropolis.



Das ist Maradona.



Der Sänger von Maradona beim Bad in der Menge.
Gleich im Anschluss, nach einer kurzen Umbaupause, kamen die Killerpilze. Auf die war ich ja auch sehr gespannt. Und sie haben mich nicht enttäuscht. Die Jungs waren echt toll gewesen.



Der Sänger der KiPi's, Jo. Ich finde ihn heiß *.*



Die gesamte Bühne mit den Killerpilzen. Irgendwie hab ich nie den einen Gitarristen, den mit den Locken, mit auf den Bildern. Hmm. xD
Nach den beiden echt gelungen Auftritten sind wir erstmal zurück zum Zelt. Essen fassen. Wir haben vorher extra eingekauft und waren mit Bratwürsten in Massen versorgt.



Das war dann das Essen am Freitag Abend. Die anderen Tage sah das auch nicht viel anders aus. Würste halt, und Toastbrot. Und viel, viel Alkohol. Jaja.
In der Zeit, in der wir gegessen haben, ist Ellie Goulding aufgetreten. Wir haben sie vom Zelt aus ja gehört. Erwähnenswert war sie nicht. Daher auch keine Bilder, wir haben uns nämlich nicht die Mühe gemacht, hinzulatschen. xD Nach der kamen dann die Parlotones. Auf die hab ich mich ja auch gefreut, auch wenn ich nur ein Lied von denen kannte, "Come back as Heroes". (Link.) Naja, gelohnt hat sichs in meinen Augen nicht. Dieses eine Lied war toll gewesen, aber der Rest eher nicht so mein Fall. Wir saßen auch nur auf den Rängen und haben uns das von da angeschaut und -gehört.
Nach den Parlotones sind Scouting for girls aufgetreten. Vielleicht kennt ihr die ja durch das Lied "This ain't a lovesong". (Link.) Der Sänger hatte echt eine total gute Stimme, und trotz das er noch Keyboard gespielt hat, ist er auf der Bühne echt voll abgegangen und hat alles gegeben. Das war defintiv sehr lohnenswert anzusehen.
22.40 Uhr stand dann endlich das Highlight für den Freitag an. Unheilig. Ich hab mich total auf den Graf gefreut, und war superglücklich, in der dritten Reihe zu stehen. Ich kann kaum beschreiben, wir der Auftritt gewesen ist - das muss man wirklich selbst erlebt haben. Der Graf hat wirklich alles gegeben, und auch wenn er sehr extatisch und exzentrisch gewirkt hat - es war wahnsinnig geil. Man hat sich mitgerissen gefühlt. Auch als alle aufgefordert wurden, sich hinzuhocken und dann aufzuspringen. Toll. Beim Lied "An deiner Seite" wars mucksmäuschenstill vor der Bühne, der Graf hatte Tränen in den Augen und viele der Zuschauer auch. Unheimlich gefühlvoll war auch "Geboren um zu Leben", mit einem Meer aus Feuerzeugen. Ein wirklich gelungener Auftritt, rundum. Auch das Bühnenbild, das aus einem riesigen, aufgeblasenen Bug eines Schiffes bestand, und unzähligen großen Kerzen auf der ganzen Bühne.
Leider sind die meisten der Fotos nichts geworden - meine Kamera ist einfach nichts für Dunkelheit. -.- Ich will auch ganz dringend eine Neue, wird wohl der nächste Einkauf. Ein Bild vom Graf ist aber doch ganz gut geworden, und das will ich natürlich nicht vorenthalten.



Der letzte Auftritt am Freitag war Skunk Anansie. Einige von euch kennen die vielleicht noch von ihrem Lied "Hedonism". (Link). Wieder eine Band, die ich mir nur vom Zeltplatz angehört hab - ich war von Unheilig einfach nur kaputt. Hat sich nicht schlecht angehört, aber war auch nicht der Oberknüller.
Kurz vor halb 2 in der Nacht war dann also auch der erste Festival-Tag zu Ende, und bis etwa 3 Uhr hat noch Disco Dice, ein DJ-Team, aufgelegt. Wir haben also noch ein bisschen getanzt, die Nacht zum Tag gemacht und gefeiert.

Samstag gings dann doch recht früh raus - was aber hauptsächlich daran lag, dass mein Zelt einer Sauna geglichen hat. Wir haben dann ein wenig am See gechillt, und sind über das Gelände gelaufen. Durch unsere VIP-Tickets stand uns fast alles offen, die normalen Besucher mussten bis 15 Uhr auf den Einlass warten. Außerdem hatten wir das Glück, ein paar Bands beim Soundcheck sehen zu können. Leider waren das nur die eher unbekannteren Bands - die großen Bands, wie die Donots oder die Lostprophets hatten dafür extra Assistenten, die das für sie übernommen hatten.

Ansonsten ging der Samstag eher ruhig an. 16 Uhr hat die erste Band angefangen, die MySpace-Gewinner-Band. Ich weiß leider nicht mal wie die heißen, aber sie waren gar nicht schlecht, wenn wir sie auch nur vom Zelt aus gehört hatten. Danach gings mit den Ohrbooten weiter, ebenfalls vom Zeltplatz. Nicht sonderlich erwähnenswert, aber es gibt schlimmeres. Gegen 18 Uhr haben wir uns dann doch zur Bühne begeben, um den Auftritt der Donots verfolgen zu können. Der Auftritt hat sich jedenfalls wirklich gelohnt. Die Jungs haben auf der Bühne alles gegeben und alle mitgerissen.. und auch hier haben sich fast ausnahmslos alle hingekniet, um danach alles zu geben.



Das Bühnenbild mit einem Donot-Menschen.



Der Gitarrist der Donots. Alter, war das ein geiles Schwein. Ehrlich. Die Tattooooos *.*



Der Sänger beim Bad in der Menge.
Wie gesagt. Der Auftritt der Donots war spitze gewesen. Hinterher kam Aura Dione, die wir jedoch vom zelt gehört haben. Live klang sie jetzt auch nicht sonderlich toll. Danach kam dann Nikka Costa, mein absoluter Tiefpunkt des Festivals. Ihr Auftritt sollte 60 Minuten gehen - nach etwa 90 hat die Security von der Bühne getragen, weil sie einfach nicht aufgehört hat. Ihre Lieder haben an die 10 Minuten gedauert, und es war wirklich nur gejaule und geschrei. Das Publikum war tierisch genervt und wollte nur, dass sie geht, aber .. irgendwie wollte sie nicht. Jedenfalls wurde sie dann glücklicherweise endlich entfernt, und der Höhepunkt rückte immer näher. Die Band, wegen der ich eigentlich nur zum Ferro Festival gefahren bin. Die Lostprophets. Dank der Heulboje hat sich der Auftritt ja noch 30 Minuten nach hinten verschoben und ich war tierisch aufgeregt. Als dann das Intro von "If it wasn't for hate" angefangen hat, konnte ich gar nicht mehr aufhören, wie hysterisch Ians Namen zu keischen. Ich bin halb kollabiert, ehrlich. xD Die Leute ringsum haben alle schon ganz komisch geguckt. Aber mir war das egal. Endlich Ian wieder sehen. Er hatte die Haare wieder länger *.* Die Stimmung.. naja. Die Leute sind kaum abgegangen, kein Pogo, kein Tanzen, kein Springen. Und wenn doch, dann an unmöglichen Stellen. Mich haben die Jungs trotzdem gerockt. Ganz toll fand ich, dass sie ihre Version von Rihannas "Rude Boy" gespielt haben. Und natürlich "Last Train Home". Es war schon toll. Nur leider viel zu schnell vorbei. Aber das 3monatige Warten hat sich für mich gelohnt.
Hinterher war ich völlig am Ende. Total heißer. Arme, Beine, Rücken, alles hat wehgetan. Aber ich war glücklich. Ian.
Wie gesagt, meine Kamera und so.. AAaaaaaber es gibt ja PS, und ich hab ein wenig nachbelichtet.. Es sieht zwar kacke aus, aber da! ist Ian.



Als letzter Act des Festivals ist dann Blue October aufgetreten. Ich hab mir mehr von denen erhofft, auch wenn sie nicht schlecht gewesen sind. Alles in allem jedoch ein tolles Festival, auch wenn meine liebste Nika nicht dabei war. Aber beim nächsten Mal!

Zum Abschluss gabs noch ein wahnsinnig tolles Feuerwerk über knapp 15 Minuten. Wir haben dann noch den Zeltplatz gerockt, und Sonntag morgen sind wir dann träge aus dem Zelt gekrochen.. Und nach gut 3 Stunden Fahrt war ich wieder zu Hause, nach einem extrem tollen Wochenende.

Jetzt hab ich meinen prophets-Flash also erneuert, und warte aufs nächste Konzert.

Nini W.

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